HAUTKREBS

 

Die Schweizer Bevölkerung nimmt beim Auftreten des Hautkrebses weltweit einen Spitzenplatz ein. 

Früherkennung mittels einer Hautkontrolle ist für eine erfolgreiche Behandlung des Hautkrebses essentiell wichtig und kann Leben retten.

Bei der Hautkrebsbehandlung ist ein erfahrener Dermatochirurg und ein professionell ausgerüsteter Operationsraum von besonderer Bedeutung. Unsere Spezialisten der DKZ wenden u.a. die effiziente und Haut schonende Mohs-Chirurgie an.  

Da der Hautkrebs in bestimmten Fällen neu auftreten kann, betreuen wir unsere Patienten regelmässig und langfristig. 

 
 
 

 

VORSORGE / HAUTKONTROLLE

Einführung

Unter Hautkrebs versteht man eine bösartige Hautveränderung. Besonders in der Schweiz ist der Hautkrebs sehr verbreitet. Es wird geschätzt, dass jede 5. Person im höheren Alter an Hautkrebs erkranken wird.

Die folgenden Hautkrebstypen kommen am häufigsten vor:

  • Basaliom (basozelluläres Karzinom)
  • Spinaliom (spinozelluläres Karzinom)
  • Melanom (schwarzer Hautkrebs)

Deutlich weniger häufig sind Lymphome, Merkel-Zell Karzinom, Kaposi-Sarkom, Angiosarkom etc.

Bei der Behandlung ist die Früherkennung vom Hautkrebs von besonderer Bedeutung, da die häufigsten Typen des Hautkrebses im Frühstadium noch relativ einfach zu behandeln sind.

Hautkontrolle

Basaliom (basozelluläres Karzinom) und Spinaliom sind mit Abstand am häufigsten vertreten in der Gesellschaft. Verursacht wird diese Art des Hautkrebses durch eine Schädigung der Haut durch UV-Strahlen (Sonnenlicht). Aus diesem Grund entwickelt sich der Hautkrebs meistens auf sonnenexponierten Körperteilen wie z.B. Gesicht, Glatze (bei Männern) Dekolleté (oft bei Frauen), Ohren (mehr bei Männern), Unterarme und Handrücken. Besonders oft betroffen ist die Nase. Sowohl Basaliom als auch Spinaliom können sehr unterschiedlich aussehen. Meistens handelt es sich jedoch um eine seit Wochen bestehende, nicht heilende Schürfung oder Wunde, welche auch bluten kann.

Melanom (schwarzer Hautkrebs) tritt schon bei jungen Menschen auf und zeigt sich meistens als ein verändertes, meistens dunkles und oft asymmetrischeres Muttermal. Für die Erkennung vom Melanom gibt es die ABCDE- Regel. Unter den einzelnen Buchstaben versteht man:

  • A: Asymmetrie (nicht symmetrisch, nicht rund, nicht oval),
  • B: Begrenzung (unregelmässig, unscharf),
  • C: Colorit (Farben, mehrfarbig),
  • D: Durchmesser (grösser als 5 mm) und
  • E: Erhabenheit/Entwicklung (neu entstandenes oder verändertes Muttermal).

Neben der ABCDE-Regel ist bei der Erkennung eine dermatoskopische Untersuchung (Untersuchung der Haut mit einem Lichtmikroskop) und die Beurteilung der Pigmentverteilung in den Muttermalen entscheidend.


Vorsorge

Die Früherkennung des Hautkrebses oder dessen Vorstufen ist entscheidend für eine erfolgreiche Therapie. Unter einer Hautkrebsvorsorge versteht man eine oder regelmässige Hautkontrollen. Die Untersuchung dauert ca. 20 Minuten. In der Zeit wird die Haut detailliert und mittels eines Auflichtmikroskops untersucht. Bei der Untersuchung wird besonders genau die Pigmentverteilung in den Muttermalen beurteilt. Da die verschiedenen Muttermale sehr unterschiedlich verteilte Pigment haben, kann man bei der dermatoskopischen Untersuchung aufgrund des Musters die normalen Muttermale von Hautkrebsvorstufen oder bereits dem Wachsen des Hautkrebses sehr gut erkennen. Dabei sollten die Muttermale, welche keine schwere Hinweise für Anomalien zeigen, jedoch auch nicht komplett unauffällig sind, oder sich nach Patientenangaben in der letzten Zeit verändert haben, mikroskopisch fotografiert und nach ca. 3 Monaten erneut beurteilt werden.

Eine Hautkontrolle wird im Prinzip bei jedem Menschen empfohlen. Das Risiko für Hautkrebsentwicklung ist jedoch deutlich höher bei Menschen, die in der Vergangenheit oft an Sonnenbränden gelitten haben oder bei Menschen, welche oft draussen arbeiten oder sich draussen aufhalten (z.B. beim Sport) und so häufig direkt dem Sonnenlicht ausgesetzt sind oder gewesen sind. Regelmässige Hautkontrollen sind ebenfalls bei Personen angebracht, die überdurchschnittlich viele Muttermale haben oder jemanden in der Familie haben, der an Hautkrebs erkrankt war.